Moin zusammen,
alle Jahre wieder findet sich der Onkel bei Fridéry ein um seinen Geburtstag zu zelebrieren. Nicht nur mir geht das so, auch sehe ich immer wieder Gesichter, die mir sonst in den meisten Fällen 364 Tage im Jahr verborgen bleiben.
Vor einem Jahr war der Geburtstag von einem anderen Kaliber (Roquefort VS Tax), damals war das sonst eher ruhigere Beisammensein von den Wutzebuuwe des SV Konken gegen Ende rüde unterbochen worden. Doch dieses Jahr hatten Selbige Hausverbot und es schien wieder gesittet zuzugehen.
Nun, hier und da gab es doch zu berichten und damit fang ich jetzt an.
Als erster Gast des Abends befand ich mich zu Fridery in den Garten, wo der selbst gewickelte Spießbraten seine Runden drehte. Wie ich erfahren musste, war der benetzte Kamerad nach der Wicklung etwas zu lang für den Spieß und musste so beim zusammenquetschen örtlich bissel Unwucht ertragen.
Die Gäste trudelten nach und nach ein … Jeder mit Kohldampf, doch der Braten sollte innerlich noch an Hitze gewinnen. Alles kein Problem und in fünf Minuten erledigt, wäre da nicht ein Spielverderber gekommen … in Form der geleerten Gasflasche. Alles NOCH kein Problem, trotz leicht geröteter Vene am Hals, musste Fridery ausrücken und Ersatz besorgen, so dass nach dieser kleinen unvorhergesehenen Unterbrechung zu Tisch gebeten wurde.
Alle waren am futtern, labern und trinken… Gaaanz gemütlich!
Wie wir uns erinnern, war am Samstagabend der Eurovision Song Contest und ein Kollege, damals bekannt unter dem Namen Venga-Kauf, wollte sich das Ergebnis ansehen. Nach kurzer Zeit stand fest, dass Aserbaidschan den Pott geholt hatte. Recht unspannend für alle Beteiligten, jedoch nicht für unseren Venga-Kauf… Er war völlig aus dem Häuschen und froite sich seines Lebens…
Das brachte mich auf eine Idee, kannte ich Venga-Kauf nun doch schon einige Jährchen und ich wusste das er selbst eine recht musikalische Ader hat. Nach kurzen Verhandlungen war er dann bereit, für die Anwesenden auch einen Song Contest abzuhalten. Wohl gemerkt … nüchtern!!!
Er entschied und teilte uns dann das Land mit, welches er grad zu singen vermochte. Natürlich in der jeweiligen Landessprache! Wir sollten alle als kompetente Juroren die Punkte seiner musikalischen Ergüsse bewerten.
Ähnlich lange wie der original ESC hat auch Venga-Kaufs Einlage gedauert, da er sich tatsächlich in 18 Sprachen zu verständigen wusste. Nachdem er schweißgebadet fertig war, oblag es den Juroren die Punkte fair zu verteilen.
Das recht knappe Ergebnis fiel unsererseits auf Moldawien. Der Applaus für die Einlagen war enorm!
Auch wurden Zugaben dargeboten und wir konnten uns danach wieder dem Alkohol zuwenden. Ein kurzer Blick aufs Uhrwerk zeigte eine bereits gut gedungene Nacht an, so dass der Onkel samt Weibchen von einem weiteren nüchtern geblieben Jüngling nach Hause gebracht werden konnte.
Im Gegensatz zu letztem Jahr weit aus weniger Action und Gewalt in der Luft und trotzdem selten so gelacht. Was gibt es dazu noch zu sagen außer vielleicht…



